Wirkung von Mercaptopurin

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Mercaptopurin?
  2. Wie wirkt Mercaptopurin?
  3. Anwendungsgebiete
  4. Nebenwirkungen

Was ist Mercaptopurin?

Mercaptopurin ist ein chemisches Medikament, das zur Behandlung bestimmter Formen von Krebs, insbesondere Leukämie, eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der Antimetaboliten und wirkt, indem es die Zellteilung hemmt und das Wachstum von Krebszellen stoppt.

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Wie wirkt Mercaptopurin?

Die Wirkung von Mercaptopurin basiert auf der Hemmung der Purinsynthese. Es wird im Körper in aktive Metaboliten umgewandelt, die die synthetischen Prozesse der DNA und RNA stören. Dies führt zu einer Störung der Zellteilung, insbesondere bei schnell teilenden Zellen, wie sie bei Tumoren vorkommen. Die Hauptmechanismen der Wirkung sind:

  1. Inhibition der Enzyme, die für die Purinsynthese verantwortlich sind.
  2. Einbau von Mercaptopurin in die DNA und RNA, was zu Fehlern in der Zellteilung führt.
  3. Induktion von Apoptose (programmierter Zelltod) bei betroffenen Zellen.

Anwendungsgebiete

Mercaptopurin wird hauptsächlich zur Behandlung der folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Akute lymphoblastische Leukämie (ALL)
  • Akute myeloische Leukämie (AML)
  • Chronische myeloische Leukämie (CML)
  • Bestimmte Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoide Arthritis und Morbus Crohn.

Nebenwirkungen

Wie bei vielen Chemotherapeutika kann die Einnahme von Mercaptopurin mit einer Reihe von Nebenwirkungen verbunden sein, darunter:

  • Verminderung der weißen Blutkörperchen, was das Infektionsrisiko erhöht.
  • Leberfunktionsstörungen.
  • Übelkeit und Erbrechen.
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

Bei Anzeichen von schweren Nebenwirkungen sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.